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ARD zeigt Breitscheidplatz 19/12 zum zehnten Jahrestag
Bild: "Breitscheidplatz 19/12" mit Albrecht Schuch
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ARD zeigt Breitscheidplatz 19/12 zum zehnten Jahrestag

Sechs Folgen ab 30. Oktober in der Mediathek. Die ARD kündigt die Serie als Darstellung eines mehrfachen Staatsversagens an – nach fünf Jahren Entwicklung.

von AdminCut

Die ARD zeigt „Breitscheidplatz 19/12" ab dem 30. Oktober in der Mediathek. Im Ersten laufen die sechs Folgen am 1. November um 21:45 Uhr und am 6. November um 23:55 Uhr.

Regie führt David Nawrath, der das Drehbuch gemeinsam mit David Marian geschrieben hat. Zum Ensemble gehören Albrecht Schuch, Doguhan Kabadayi, Tamer Trasoglu, Damir Avdic, Wael Alkhatib, Bayan Layla und Hanno Koffler. Produziert haben ARD Degeto Film, HR, NDR, rbb und NeueSuper.

Die Serie erzählt entlang der Ereignisse vom 19. Dezember 2016, als ein Attentäter einen Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche steuerte. Dreizehn Menschen starben, 67 wurden verletzt.

Die ARD beschreibt den Ansatz selbst als Mischung: „wahre Begebenheiten und gründlich recherchierte Vorgänge" mit „teils fiktionalen Elementen und Figuren". Erzählt wird unter anderem aus Sicht einer irakischen Polizistin und des Leiters einer Sonderkommission. Was die Serie zeigen wolle, sagt der Sender ebenfalls deutlich: ein „mehrfaches Staatsversagen".

Diese Formulierung ist der eigentliche Anlass, hinzusehen.

Der Anschlag ist mehrfach parlamentarisch untersucht worden, und die Untersuchungsausschüsse haben Versäumnisse mehrerer Behörden festgestellt. Eine Fernsehserie, die daraus einen Sechsteiler macht, bewegt sich zwischen zwei Ansprüchen: dem an belegbare Vorgänge und dem an eine Geschichte, die sich ansehen lässt. Die ARD löst das nach eigener Auskunft, indem sie beides kennzeichnet – recherchierte Vorgänge, dazu erfundene Figuren.

Ob das trägt, entscheidet sich an der Ausführung, nicht an der Ankündigung. Die Entwicklung lief nach Angaben der Beteiligten rund fünf Jahre.

Ein Sendetermin kurz vor dem zehnten Jahrestag ist dabei kein Zufall, sondern die Gelegenheit, für die das Projekt gebaut wurde.

Quellen

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