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Build A Rocket Boy steht offenbar vor dem Aus
Bild: Build A Rocket Boy
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Build A Rocket Boy steht offenbar vor dem Aus

Beschäftigte melden auf LinkedIn das Ende ihrer Arbeitsverhältnisse. Eine Stellungnahme des Studios gibt es bislang nicht.

von AdminCut

Das schottische Studio Build A Rocket Boy stellt den Betrieb offenbar ein. Mehrere Beschäftigte haben am 16. September auf LinkedIn geschrieben, dass ihre Zeit im Unternehmen endet, darunter Leveldesigner Liam Shannon, die QA-Mitarbeitenden Elizabeth Tyaneva und Cameron Deeves sowie Release-Managerin Michaela Emsley. Dan Hawkins, zuständig für Personalgewinnung, gab an, dass es die gesamte Belegschaft betrifft.

Eine offizielle Mitteilung des Studios liegt nicht vor. Übereinstimmend berichten Kotaku, PC Gamer, Engadget und GamesRadar+ über die Aussagen der Beschäftigten; bestätigt ist die Schließung damit nicht.

Gegründet wurde Build A Rocket Boy 2017 von Leslie Benzies, Matthew Smith und Colin Entwistle. Benzies war Präsident von Rockstar North und leitender Produzent der Grand-Theft-Auto-Reihe von Teil drei bis fünf. Das erste Vorhaben hieß Everywhere, eine Plattform für Inhalte der Spielenden. Daraus wurde MindsEye, ein lineares Einzelspieler-Actionspiel, das 2025 erschien und sechs Tage nach Veröffentlichung als das am schlechtesten bewertete Spiel des Jahres galt.

Das Ende kommt nicht plötzlich. Es ist der Schlusspunkt einer Reihe.

Im Juli 2025, kurz nach dem Start von MindsEye, verloren rund 300 Menschen ihre Stelle. Weitere Kündigungswellen folgten im März und im Mai 2026. Begleitet wurde das von einer Sammelbeschwerde der Gewerkschaft Independent Workers' Union of Great Britain sowie von Vorwürfen über Überstunden und unzulässige Überwachung von Beschäftigten.

An dieser Abfolge lässt sich ablesen, was ein einzelner missratener Start anrichtet, wenn ein Studio nichts anderes hat. Build A Rocket Boy hat acht Jahre lang an einem Vorhaben gearbeitet, das unterwegs die Form wechselte, und in dieser Zeit genau ein Spiel ausgeliefert. Die Belegschaft trägt das Ergebnis, nicht die Gründer.

Was aus MindsEye wird, ist offen. Ob der Server-Betrieb weiterläuft, hat bislang niemand gesagt.

Quellen

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