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123,8 Millionen für Spiele: Der Etat 2027 liegt im Bundestag
Bild: Koelnmesse / Oliver Wachenfeld •campewinschaft
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123,8 Millionen für Spiele: Der Etat 2027 liegt im Bundestag

Der Entwurf hält die Förderung auf Vorjahresniveau. Vom Geld des laufenden Jahres ist bis Ende August erst ein Drittel abgerufen worden.

von AdminCut

Der Bundestag hat am 8. September mit den Beratungen über den Haushalt 2027 begonnen. Für die Förderung von Computerspielen sieht der Entwurf 123,8 Millionen Euro vor. Davon entfallen 119,9 Millionen auf die eigentliche Projektförderung, 5,2 Millionen auf den Projektträger, 2,4 Millionen auf die Games-Strategie und 1,5 Millionen auf den Deutschen Computerspielpreis.

Damit bleibt die Förderung ungefähr auf dem Niveau des laufenden Jahres. Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte das auf der gamescom zugesagt, Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nannte einen solchen Betrag in Zeiten leerer Kassen nicht selbstverständlich.

Die interessantere Zahl steht daneben. Von den Mitteln des laufenden Jahres war bis zum 24. August rund ein Drittel abgerufen. Etwa 80 Millionen Euro liegen noch bereit, verteilt auf rund 165 laufende Projekte. Das Geld ist also da, es kommt nur nicht an.

Für ein Studio, das eine Förderzusage braucht, um überhaupt weiterplanen zu können, ist das die eigentliche Nachricht. Die Höhe des Topfes war jahrelang der Streitpunkt, und sie ist es nicht mehr. Wer heute keine Förderung bekommt, scheitert nicht an der Summe im Haushalt, sondern an Antragsverfahren und Bewilligungsdauer.

Das trifft ausgerechnet die Studios am härtesten, die am wenigsten Reserven haben. Ein großer Publisher überbrückt ein halbes Jahr Prüfzeit aus eigener Kasse, ein Team von zwölf Leuten kann das nicht. Wie schnell aus einer Finanzierungslücke eine Schließung wird, ließ sich in dieser Woche am französischen Studio Don't Nod beobachten.

Entschieden ist noch nichts. Der Forschungsetat steht am 11. September zur Beratung an, ab dem 23. September befassen sich die Ausschüsse damit, die Bereinigungssitzung ist für Ende November angesetzt. Die Schlussabstimmung soll am 27. November stattfinden, in Kraft träte der Haushalt am 1. Januar.

Quellen

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