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Koelnmesse kann AfD-Politikern die Gamescom nicht verwehren
Bild: Christoph Reichwein/dpa
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Koelnmesse kann AfD-Politikern die Gamescom nicht verwehren

Der Branchenverband lädt niemanden ein. Ein gekauftes Ticket lässt sich rechtlich trotzdem nicht zurückweisen.

von AdminCut

Die Koelnmesse kann Politikern der AfD den Zutritt zur Gamescom nicht verweigern. Das hat das Unternehmen Anfang September klargestellt, nachdem der Branchenverband Game erklärt hatte, die Partei sei auf der Messe „nicht willkommen".

Beide Aussagen stehen nebeneinander, und sie widersprechen sich nicht.

Der Verband entscheidet über seine Einladungen. Zu Verbandsveranstaltungen auf der Gamescom und in anderen Formaten werden keine AfD-Politiker geladen – das ist eine Entscheidung über den eigenen Gastgeberkreis und rechtlich unproblematisch.

Die Koelnmesse entscheidet über das Hausrecht. Sie betreibt ein Messegelände und verkauft Tickets; wer eines kauft, kann die Hallen betreten. Das Unternehmen verweist darauf, seine Aufgabe sei ein „rechtssicherer, sicherer und professioneller Rahmen" – und der Zutritt gewählter Mandatsträger sei kein politisches Bekenntnis.

Der Fall ist nicht theoretisch: Alice Weidel besuchte die Gamescom 2018 mit einem regulären Ticket.

Der Unterschied, um den es hier geht, wird in der Debatte regelmäßig eingeebnet. Ein privatrechtlicher Verband darf sich seine Gäste aussuchen. Ein Messeveranstalter, der eine öffentlich zugängliche Publikumsmesse betreibt, kann einzelne Besucher nicht aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit abweisen, ohne sich angreifbar zu machen.

Für die Gamescom heißt das: Die Haltung der Branche ändert nichts an der Kassenhalle. Was sie ändert, sind die Bühnen, die Panels und die Gesprächsrunden – und das ist der Teil, über den überhaupt jemand entscheiden kann.

Für die Messe selbst ist die Klarstellung auch eine Absicherung. Eine Zurückweisung an der Kasse wäre juristisch angreifbar und brächte der Gamescom ein Verfahren ein, dessen Ausgang niemand vorhersagen kann – mit dem Nebeneffekt, dass wochenlang über Einlasskontrollen statt über Spiele gesprochen würde.

Die Gamescom 2026 fand vom 26. bis 30. August statt.

Quellen

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