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RTL und Sky streichen 500 Stellen nach dem Zusammenschluss
Bild: dpa/Thomas Banneyer
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RTL und Sky streichen 500 Stellen nach dem Zusammenschluss

Bis Ende 2027, der Großteil schon 2026. Zusammen mit der ersten Runde kommt RTL Deutschland damit auf rund 1.100 Stellen in einem Jahr.

von AdminCut

RTL Deutschland und Sky streichen nach ihrem Zusammenschluss rund 500 Stellen. RTL-Chef Stephan Schmitter hat die Belegschaft am Donnerstag in einem internen Business Update informiert. Der Abbau soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein, der Großteil bereits 2026.

Betriebsbedingte Kündigungen will das Unternehmen vermeiden. Auslaufende Verträge werden nicht verlängert, offene Stellen nicht besetzt, abgestimmt mit den Betriebsräten. Ziel sind 250 Millionen Euro jährliche Synergien innerhalb von drei Jahren, erreicht durch das Zusammenlegen doppelter Strukturen.

Es ist nicht die erste Runde. Im ersten Quartal 2026 hatte RTL Deutschland unter dem Programm Shift 2026 bereits mehr als 600 Stellen abgebaut. Zusammen sind das rund 1.100 in einem Jahr.

Zwei Sender zusammenzulegen heißt zwangsläufig, zwei Redaktionen, zwei Lizenzabteilungen und zwei Verwaltungen zu haben, wo künftig eine gebraucht wird. Insofern überrascht die Zahl nicht. Interessanter ist, was sie über die Programmplanung aussagt.

Sky Deutschland produziert seit der Entscheidung, keine Originals mehr herzustellen, keine eigenen Serien mehr – sichtbar gerade bei Babylon Berlin, dessen letzte Staffel die ARD allein finanziert hat. RTL wiederum hat im August Unter uns nach 32 Jahren abgesetzt und angekündigt, die Lücke im Vorabend nicht mit einer neuen Daily zu füllen. Gespart wird bei beiden Häusern also am eigenen Programm, nicht bloß an der Verwaltung.

Der Abbau trifft dabei ausdrücklich Doppelstrukturen, nicht Sendeplätze. Das eine folgt aber aus dem anderen: Eine Lizenzabteilung, die halb so groß ist, kauft nicht dieselbe Menge ein, und eine Redaktion, die zusammengelegt wurde, entwickelt weniger Formate nebeneinander.

Für Zuschauer in Deutschland bedeutet der Zusammenschluss vorerst zwei Marken unter einem Dach. Was davon programmlich übrig bleibt, hat bislang niemand gesagt.

Quellen

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