
WoW Forever: Classic, das nie über Stufe 60 hinausgeht
Am 4. November startet eine Fassung, die dauerhaft beim ersten Jahr bleibt. Statt neuer Höchststufen wächst sie in die Breite.
von AdminCut
Blizzard Entertainment hat World of Warcraft: Forever angekündigt. Die Fassung erscheint am 4. November 2026 für PC, eine Beta beginnt bereits an diesem Donnerstag. Der Zugang hängt am bestehenden WoW-Abonnement; einen eigenen Preis gibt es nicht.
Forever bleibt dauerhaft auf dem Stand des ersten Jahres. Die Höchststufe ist 60 und soll es bleiben – ohne Erweiterungsfahrplan, ohne ein Burning Crusade, das in zwei Jahren alles Bisherige entwertet. Stattdessen wächst das Spiel horizontal: Zum Start kommen drei neue Zonen, mehr als 1.000 Quests, neun Dungeons, zwei Schlachtzüge und mit den Himmelsgeborenen ein neues spielbares Volk.
Damit greift Blizzard eine Forderung auf, die in der Spielerschaft seit Jahren unter dem Namen Classic Plus läuft.
Der Gedanke dahinter ist eine Absage an das Grundprinzip des Genres. Ein MMO hebt üblicherweise alle ein bis zwei Jahre die Höchststufe an, und mit jeder Anhebung wird das alte Gebiet zur Durchgangsstation: Ausrüstung, Instanzen und ganze Landstriche verlieren ihren Zweck. Wer bei 60 bleibt, behält alles, was je gebaut wurde, im aktiven Spiel.
Für Blizzard löst das ein Problem, das WoW Classic seit 2019 begleitet. Jeder Server, der auf dem alten Stand bleibt, ist irgendwann durchgespielt; jeder, der weiterzieht, hört auf, Classic zu sein. Forever versucht den dritten Weg, und es ist der einzige, den Blizzard bislang nicht ausprobiert hat.
Der Preis dafür ist die andere Seite derselben Entscheidung. Ohne neue Stufen fehlt die Belohnungskurve, die MMOs jahrzehntelang zusammengehalten hat. Was an ihre Stelle tritt, müssen 1.000 Quests und neun Dungeons erst zeigen – und danach jede weitere Aktualisierung aufs Neue.
Wie es nach dem Start weitergeht, hat Blizzard offengelassen. Der Name gibt eine Richtung vor, einen Fahrplan hat er noch nicht.
